Mudras gegen Schmerzen, zur Entgiftung und zur Balance
Yoga & Meditation

Mudras gegen Schmerzen, zur Entgiftung und Balance

Kennst Du Mudras? Für mich haben sie das Potenzial, Deine Selbstheilungskräfte zu unterstützen. In Verbindung mit einer Meditation können Mudras gegen Schmerzen, zur Entgiftung und zur Balance bei Vata-Störungen wirkungsvoll helfen. Entdecke das Potenzial Deiner Hände!

 

Seit Tausenden Jahren werden Mudras werden ihrer gesundheitsfördernden Funktionen empfohlen. Sie können einen Heilungsprozess positiv beeinflussen, sie können Deine spirituelle Entwicklung und Dein Vertrauen in das Leben fördern. Mudras wirken ganzheitlich auf emotionaler, geistiger und körperlicher Ebene. Und das ist das Wunderbare.

 

Was sind Mudras?

 

Mudras sind nonverbale Arten der Kommunikation durch Fingerbewegungen und Körperhaltungen. Sie wecken die Energien des Körpers und alle ruhenden Nervenzellen im Gehirn. 

Mit dieser Art der Handgesten senden wir Botschaften an uns selbst und aktivieren so unsere Selbstheilungskräfte – den inneren Arzt! 

Den einzelnen Fingern werden im Ayurveda verschiedene Elemente und Eigenschaften zugeordnet, die durch Mudras ausbalanciert, gereinigt, gestärkt oder verringert werden können. Alle diese Elemente sollten im Gleichgewicht sein. Mudras gehören somit mit zur ayurvedischen Therapie.

 

Daumen: Feuer, Zuversicht
Zeigefinger: Luft, Mut
Mittelfinger: Äther, Gelassenheit 
Ringfinger: Erde, Freude
Kleiner Finger: Wasser, Selbstbewusstsein 

 

Woher kommen Mudras und wie wirken sie?

 

Die Wurzel des Sanskrit-Wortes Mudra ist „Mud“, was Glückseligkeit, Glück und Freude bedeutet. Aber auch Siegel, Haltung und Symbol.

Beim Üben der Mudras arbeiten Körper (Finger), Geist (Konzentration), Verstand (Affirmation) und Emotion (Hingabe) an einem Ziel. Das Gefühl der Ganzheit ist laut Forschung sehr heilsam. Mudras fokussieren Körper und Geist. Der denkende Geist kommt zur Ruhe und der „innere“ Arzt übernimmt die Führung.

  1. Durch Berührung des Fingerspitzenpolsters mit dem Daumenspitzenpolster können wir ein Element ausbalancieren und einen gesunden Fluss erzeugen.
  2. Legen wir den Daumen an den Fingeransatz, können wir das Element stärken und reinigen.
  3. Legt man den Finger eingerollt zur der Mitte der Handfläche und drückt mit dem Daumen die Oberseite herunter, so kann man das Element verringern (z.B. Vata-Balance). 

 

Fingerübungen zum Starten und Ausprobieren

 

Halte Deine Finger einzeln jeweils 1-3 Minuten lang mit der anderen Hand fest.

 

Die Finger haben folgende Effekte:

Daumen: wirkt gegen sorgenvolles Grübeln
Zeigefinger: hilft bei Angst  
Mittelfinger: reduziert Wut
Ringfinger: lindert Traurigkeit
Kleiner Finger: hilft authentisch zu sein 

 

Mudra-Regeln

 

  1. Setze bewusst Deine Augen ein. Nimm beide Hände wahr. Schließe dann Deine Augen und behalte das Mudra-Bild vor Deinem inneren Auge.
  2. Fokussiere Deine Gedanken und Dein Fühlen auf die Wirkung des Mudras. 
  3. Spüre erst die Fingerspitzen und dann die Wirkung des Mudra. Das kannst Du verstärken, indem Du eine Affirmation nutzt. 
  4. Ob sitzend oder liegend, achte auf ein angenehmes Körpergefühl. 
  5. Eine Besserung der Beschwerden tritt nach ca. 3 Wochen bei regelmäßigem Üben ein. 
  6. Binde Mudras in Deine Routinen ein, z.B. nach einer Fußmassage, im Bett oder auf dem Weg nach Hause. 
  7. Der Fingerdruck ist immer locker und entspannt. 

 

Mudra-Haltungen bei Rheuma und Vata-Störungen

 

  1. Vata Shamaka mudra zur Vata Balance

 

Nach vedischen Texten haben mehr als 75% der Ungleichgewichte im Körper oder Geist ihre Wurzel im Vata Dosha. Vata hat seine Bedeutung aus dem Wort „vah“, was bedeutet  „sich bewegen“, „zu mobilisieren“ und „zu transportieren“. Ungleichgewichte kennzeichnen sich durch Stress, Angst, Trockenheit, Verstopfung, kalte Füße/Hände, Knacken der Gelenke u.a.. Neben Ernährung, Lebensstil, Yoga-Asanas, Meditation, Kräutern und Atemtechniken sind Mudras (Handhaltungen) eine einfache und wirkungsvolle Methode, um Vata zu beruhigen. 

 

So geht`s:

Falte den Zeigefinger und lege ihn an die Basis des Daumens.

Drücke mit dem Daumen auf das zweite Glied des Zeigefingers.

Halte die restlichen Finger bequem ausgestreckt. 

Das Mudra hilft zur Linderung von rheumatischen Schmerzen und auch Gicht, aber auch andere Schmerzen, die durch „übermäßigen Wind im System“ ( zu viel Vata) verursacht werden.

 

Nutze die Affirmation:

Ich finde Stärke und Vertrauen in mir. Ich bin voller Kraft und Energie.

 

  1. Mukula-Mudra gegen Schmerzen 

 

Dieses Mudra gilt in Indien als Allrounder-Schmerzmittel. Es bündelt und fokussiert durch die Haltung die Energie, die dann zur schmerzenden Stelle geleitet wird. 

 

So geht`s:

Reibe Deine Hände aneinander, bis sie warm werden. Das erhöht die Wirkung. Heilsame Energie wird durch Reibung erzeugt. 

Lege die Fingerspitzen einer Hand inklusive dem Daumen locker aneinander. Bei der Haltung berühren sich die Fingerspitzen seitlich.

Lege dann diese „Schnabelhaltung“ an die Stelle, die schmerzt. Das beruhigt den Schmerz und regt die Selbstheilung an. 

 

Nutze die Affirmation:

Ich nehme den Schmerz an und lasse ihn los. Ich liebe meinen Körper und danke ihm. 

 

  1. Apana-Mudra zur Entgiftung 

 

Führe dieses Mudra als 1-3 wöchige Kur 3x täglich für 5-10 Minuten durch. 

Das Mudra regt die Leber und Gallenblase zur Entgiftung an. Durch Ölziehen wird dies noch unterstützt. Es harmonisiert zudem Deine Stimmung und stärkt Deine Zuversicht. 

 

So geht`s:

Lege die Fingerspitzen von Mittel- und Ringfinger auf die Daumenkuppe. Strecke die restlichen Finger entspannt aus. 

 

Nutze die Affirmation:

Ich lasse alles, was mir schadet los. Ich bleibe gelassen und freue mich auf alles Neue. 

 

Tipp:

 

Während der Meditation ist es hilfreich, wenn Du intensiv an die Wirkung denkst (z.B. Schmerzreduktion, Ruhe oder Entgiftung) oder Dich auf die Affirmationen konzentrierst. Durch die Verbindung von Botschaft und Fingerhaltung kannst Du Dein Gehirn sogar umprogrammieren und zu einer neuen Geisteshaltung und emotionale Ausgeglichenheit gelangen. 

 

Der Körper heilt sich selbst

 

Bei einer Wunde weiß der Körper sofort, was zu tun ist. Selbst wenn der Arzt nähen muss, übernimmt der Körper den Rest. Diese natürlichen Prozesse sind in allen Organen und Körpersystemen zu finden. Das sind unsere Selbstheilungskräfte, die vor allem auch durch psychische Faktoren gesteuert werden. Nicht nur Medikamente wirken auf unseren Körper, sondern besonders unsere innere Haltung. Wunden heilen schlechter, wenn wir eine negative Grundeinstellung haben oder unter Angst/Stress leiden. Das Potenzial unseres Körpers besteht darin, dass wir über die Kraft der Gedanken unser Gehirn beeinflussen und unseren inneren Arzt aktivieren. Unser Körper produziert selbst Opioide und Serotonin. Durch das Üben von Mudras kann man sich dieses Potenzial zunutze machen. 

 

Quellen:

Stefanie Schmid-Altringer (2020): Das Begleitbuch zur Mudra-Box. GundU-Verlag. 

https://www.yogachicago.com  

https://www.ayurveda-journal.de/mudras-teil-1-das-heilige-geheimnis/

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