Weihrauch
Rheuma & Co.

Weihrauch – traditionelles Heilmittel bei Rheuma, Gicht & Co.

Einst brachten die Heiligen Drei Könige dem neugeborenen Jesuskind kostbare Geschenke mit: Neben Gold und Myrrhe hatten sie auch Weihrauch im Gepäck.

 

Die Weihrauchpflanze, auch Weihrauchbaum oder einfach Weihrauch genannt, gehört zur Pflanzengattung der Balsambaumgewächse, kann bis zu 8 Metern hoch werden und hat traubige Blütenstände, die eine Länge von bis zu 25 cm erreichen können. Die Rinde ist ähnlich wie Papier und blättert nach und nach ab. Dabei verfügt der Weihrauch über ein milchiges Gummiharz, welches in der Rinde zu finden ist. Weihrauch wächst vor allem in Trockengebieten wie etwa im Süden Omans, in Jemen, Indien und rund um das Horn von Afrika. Somit fühlt sich die Pflanze in sehr karger Landschaft besonders wohl und gedeiht prächtig. Geschützt und umgeben von Klippen und Felsen kann die Weihrauchpflanze bis zu einer Höhe von 1200 m über dem Meeresspiegel gut gedeihen. Die Gewinnung des Weihrauchharzes beginnt zwischen Ende März und Anfang April und verläuft über mehrere Monate.

Weihrauch-Ratgeber.de – Alles rund um Weihrauch

 

Das Harz des Weihrauchbaums gilt seit mehr als 3000 Jahren als ein traditionelles ayurvedisches Heilmittel mit antientzündlichen Wirkungen. Die Wirkungen des Weihrauchs bestehen nach den ayurvedischen Vorstellungen sogar in einer Verminderung von Pitta und Kapha, um so die drei Doshas zu balancieren. 

Weihrauch war bereits 1700 Jahre vor Christus so begehrt, dass sein Transport zur Entstehung einer blühenden Handelsstraße zwischen Arabien und dem Mittelmeer, der so genannten Weihrauchstraße führte. Die am Mittelmeer wohnenden Ägypter und Phönizier haben Weihrauch bei ihren rituellen Handlungen gebraucht, aber auch schon sehr früh für medizinische Zwecke erschlossen. Selbst Heilkundige wie Hippokrates und später im Mittelalter auch Hildegard von Bingen empfahlen den Einsatz von Weihrauch bei diversen Gesundheitsproblemen.

 

Das aus dem Stamm des Weihrauchbaumes gewonnene Harz enthält entzündungshemmende Substanzen, die sich in mehreren Studien gezeigt hat.

 

Klinische Studien zeigen einen deutlichen Benefit in der Behandlung von Arthritis, Allergien (Asthma), Schmerzen und entzündlichen Hauterkrankungen (Psoriasis).

Bei der Arthritis-Studie mit Weihrauch verringerten sich Schwellungen und Schmerzen und die Beweglichkeit und die mögliche Gehstrecke verbesserten sich merklich nach Einschätzung der teilnehmenden Patienten. Trotzdem die klinische Erfahrung groß ist, gibt es bislang keine Zulassung als s.g. Phytopharmakon und Weihrauch ist weiter ein Nahrungsergänzungsmittel mit Nischenstatus.

Eine weitere Studie zeigte sogar, dass Weihrauch eine ähnliche Wirkung hat wie Ibuprofen, nur ohne Nebenwirkungen.

 

Verantwortlich für die Wirkung des Weihrauchs ist laut Forschern die enthaltene sogenannte Boswelliasäure. Diese kommen ausschließlich im Harz des Weihrauchbaumes vor und lassen sich nur schwer synthetisch herstellen.

 

Chemisch betrachtet spielen sie mit verschiedenen Eiweißen im Körper zusammen, die an entzündlichen Reaktionen beteiligt sind. Insbesondere jedoch mit einem Enzym, das für die Synthese von „Prostaglandin E2“ verantwortlich ist. Prostaglandin E2 gehört zu den Vermittlern der Immunantwort und spielt u.a. im Entzündungsprozess, bei der Entstehung von Schmerzen eine bedeutende Rolle. Die Boswelliasäuren greifen in die Entzündungsreaktionen des Körpers ein. Entzündete Gewebe setzen als Botenstoffe unter anderem Leukotriene frei. Boswelliasäuren hemmen das für die Bildung von Leukotrienen verantwortliche Enzym 5-Lipoxygenase. Vereinfacht erklärt wird ein Entzün­dungs­enzym zu einem entzündungsauflösenden Enzym umprogrammiert.

Professor Werz, Universität Jena

 

Studien in Indien kamen zu dem Ergebnis, dass der Harzextrakt vergleichbar gut wirkte wie das Rheumatherapeutikum Sulfasalazin.

Bild: Canva
Wie wird Weihrauch gewonnen?

 

Durch das Anschneiden von Stämmen und dicken Ästen wird Weihrauch gewonnen. Das austretende Gummiharz enthält 60% Harz und 6-9% ätherische Öle. Aus diesem Grund ist das Weihrauch-Öl auch eines der teuersten. Das Öl gewinnt man durch Wasserdampfdestillation aus dem Harz. Die Bäume sind die einzige Quelle für den Wirkstoff aus dem Weihrauch, doch sind diese in ihrem Bestand bereits heute stark bedroht. DoTERRA übernimmt hier Verantwortung für den An- und Abbau von Weihrauch und die Bauern vor Ort.

 

Schaue Dir hier ein Video an: Behind the Bottles, wie doTERRA den Weihrauch-Abbau ressourcenschonend und sozial unterstützt. 

 

Welche Wirkungen hat Weihrauch?

 

Weihrauch hat spezifische Wirkungen, ähnlich dem Kortison:

  • entzündungshemmend
  • abschwellend
  • krampf- und schmerzstillend
  • fungizid
  • antibakteriell
  • herbizid
  • antiviral

 

Wie kann Weihrauch genutzt werden?

 

Weihrauch-Öl kann sowohl zur äußeren als auch zur inneren Anwendung genutzt werden. Bei der innerlichen Einnahme kann das Öl in einem Glas Wasser aufgelöst oder mit Honig eingenommen werden. Wichtig ist dabei, dass mindestens 250 ml Wasser bei der Einnahme getrunken werden.

Äußerlich mischt Du 4 Tropfen in 10ml Kokos-, Avocado- oder Sesamöl und massierst es rund um das Gelenk ein.

Im Diffusor sind 1–2 Tropfen, die im Wasser aufgelöst werden, völlig ausreichend.

Bild: Canva

 

Worauf muss ich achten?

 

Die Weihrauch-Produkte, welche Du frei verkäuflich bekommst, sind Nahrungsergänzungsmittel und Du brauchst kein Rezept dafür.

Trotzdem sollte die Einnahme von Weihrauch mit Deinem Arzt abgesprochen werden. Weihrauch hat zwar fast keine bekannten Nebenwirkungen, sollte aber dennoch nicht ohne Rat Deines Arztes eingenommen werden.

 

Wichtig ist auch zu beachten, dass ätherische Öle keine Heilversprechen beinhalten – die Heilwirkungen beruhen auf Erfahrungen. Ätherische Öle sind immer ein Versuch wert, aber Du darfst keine garantierte Wirkung erwarten, denn jeder Mensch reagiert anders.

 

Die meisten Hersteller von Weihrauch-Kapseln empfehlen 2–4 Kapseln täglich. Pro Kapsel sind meistens 400–500 mg Weihrauch-Extrakt enthalten. Solch hohen Dosierungen sind bei nativen Extrakten nötig, da der Wirkstoff von Weihrauch – die Boswelliasäuren – nur schwer vom Körper aufgenommen wird. Aufgrund der geringen Bioverfügbarkeit wird er großenteils ungenutzt wieder ausgeschieden. Dosierungen von bis zu 500 mg pro Kapsel sind also nicht ungewöhnlich.

 

Wichtig: Bei Weihrauch-Kapseln nicht nur auf die mg-Angaben achten, sondern auch auf die Bioverfügbarkeit!

Bei Weihrauch stellt sich die Wirkung oft nach 3-4 Wochen ein.

 

Ich persönlich empfehle aus meiner täglichen und mehr als positiven Erfahrung die Weihrauch-Produkte von Sunday*. 

 

Schreib mir gern eine Mail, wenn Du mehr über die Anwendung eines ätherischen Öles wissen oder das Weihrauch-Öl für Deine Gesundheit nutzen möchtest ♥. 

 

 

Quellen

Microsoft PowerPoint – Werz_DPhG Münster_091110_kurz.ppt (uni-muenster.de)

Comparative anti-inflammatory effects of anti-arthritic herbal medicines and ibuprofen – PubMed (nih.gov)

Entzündungen: Gegen welche Krankheiten Weihrauch hilft – WELT

Weihrauch-Ratgeber.de – Alles rund um Weihrauch

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