Rheuma Mindset Gefühle
Rheuma & Co.

Rheuma, Medikamente und unser Mindset

Heute möchte ich einmal über eine Sache etwas abseits des Ayurveda, aber nicht weniger wichtig im Bezug auf Rheuma schreiben (die Podcastfolge dazu findest Du auf Spotify und Apple). Ich möchte gern meine persönlichen Erfahrungen zum Thema Medikamente, Mindset, Körper und Psyche mit Dir teilen. Auch mir begegneten in den vergangenen Jahren mit meiner Rheumaerkrankung einige Anbieter, Coaches, Produkthersteller und vermeintlich Geheilte, die einmal Rheuma hatten. Vieles also, was einen beeinflusst und schlechten Falls sogar verunsichern kann.

Wenn Du wie ich Rheuma hast, dann hast Du mit großer Wahrscheinlichkeit Erfahrung mit einem Rheumatologen und so genannten Basismedikamenten. Bevor ich meinen kleinen Sohn unerwartet bekommen habe, war ich super gut eingestellt und in Remission, also null Entzündungen. Das ist ja das oberste Ziel – keine Entzündungen im Körper.

Bild: Canva

Medikamente sind ganz oft der (Gelenk-)Retter, nur darf man, wenn man sie nimmt, niemals vergessen, was alles daneben noch wichtig ist, wenn man chronisch krank ist und das System Körper, Geist und Seele aus dem Gleichgewicht geraten ist. Plus, dass es selten Medikamente ohne Nebenwirkungen gibt, oft spüren wir sie nur nicht, was einen dann in vermeintliche Sicherheit wiegen könnte und das Sündigen in der Ernährung und im Lebensstil zur Gewohnheit werden.

Denn was körperfremd ist, sind und bleiben eben Medikamente. Großes ABER: sie sind wichtig, um raus aus heftigen Schüben zu kommen und Ruhe in die Gelenke zu bekommen. Ganz klar. Daher, wenn Du aktuell etwas Dir Verschriebenes nicht nimmst, dann überlege noch einmal genau, ob das der richtige Weg ist oder Du nicht zwei parallele Wege gehen möchtest. Das eine ohne das andere zu lassen quasi. Ich habe gelernt, Medikamente als begleitender Helfer zu sehen und die dennoch vorhandenen Symptome als ständigen Botschafter in meinem Körper. Meine Chance, immer wieder Dinge für mich zum Guten zu verändern und zu optimieren.

Bild: Canva

Medikamente sind kein Freifahrschein. Das war noch nie mein Fall, etwas „einzuwerfen“ und einfach so weiterzuleben, wie bisher, nicht mal darüber nachzudenken, warum bin ich überhaupt mitten im Leben krank geworden, was in meinem Leben lief falsch (wenn falsch das richtige Wort ist, denn alles ist erstmal eine Erfahrung, solange man etwas dabei lernt), was ist auf dem Weg bis zum Beginn meines Rheumas passiert? Und ganz ehrlich, da finden sich bei mir eine ganze Menge. Gründe, Situationen und Menschen. Warum ich heute Rheuma habe. Aber es hat sich nie richtig angefühlt, dann „einfach mal“ eine Tablette oder Spritze zu nehmen, damit mein Körper, also genauer meine Gelenke Ruhe geben. Als ich nach den ersten 4 oder 5 Biologikas, die nach spätestens 4 Monaten versagt hatten, mit meinen Gedanken zum Ayurveda fand, da war das auch u.a. ein Grund. Ich hatte meine ganze Hoffnung „einfach nur“ in diese Medikamente gesteckt. Nur das reichte eben bei mir nicht aus. Ich brauchte weitere Wege, damit es mir besser ging.

Der Ayurveda als Heilkunst hat mir nicht nur viel Wissen und Inspiration geschenkt, sondern auch einen neuen Weg in meinem Kopf geebnet. Umdenken, neu denken, zurück zu mir finden und Gründe sowie Lösungen finden, die zu mir passen und nicht nur, ich nehm etwas und dann ist Ruhe.

Tja, Pech nur, dass mein lieber Körper das nicht mitmachte. Übrigens auch das war ein langer Weg, trotz vielen Versagens von unzähligen Medikamenten, meinen Körper als lieb zu bezeichnen. Glaub mir, „dieser scheiß Körper“, kenne ich zu gut als Gedanken. Nützt nur null. Wenn Du mich kennst bzw. mir länger folgst, dann weißt Du, dass unsere Gedanken sofort auf unseren Körper wirken. Denken wir ständig nur negativ, erwarten wir ständig das Schlechte, Nebenwirkungen oder noch mehr Schmerzen, dann herrscht natürlich ein negatives Milieu in uns. Ein perfekter Boden für Schmerzen und Leiden. Und ein Teufelskreislauf.

Mein lieber Körper machte das nicht mit. Eigentlich auch meine Seele, die ja der Taktgeber ist und uns ausmacht. Unsere Seele ist nichts Greifbares, aber doch existiert sie. Ohne Zweifel. Und sie kann nur über unseren Körper zu uns sprechen. Heißt also in meinem Fall, es gab eine ganze Menge zu bearbeiten, zu vergeben, zu ändern. Und das geht nie von heute auf morgen. Und es braucht Geduld. Nicht meine größte Stärke wenn ich ehrlich bin.

Was meine ich mit ändern? Auf den Ayurveda bezogen, dann sind das die Ernährung, angepasst auf Rheuma (vor allem den Darm und den Stoffwechsel), die Routinen (also wie schlafe ich, was mache ich täglich für oder gegen mich), Bewegung und ausreichend trinken. Ich liebe Yoga, nur sehr oft ging auch das nicht mehr wegen den Gelenken und ich musste akzeptieren lernen zu warten oder es zu variieren. 

Und im Ayurveda wird auch der Psyche viel Bedeutung zugemessen. Auch da entstehen Schlacken, wenn wir Dinge nicht verarbeitet haben, überfordert sind, Menschen nicht losgelassen haben, an etwas strikt festhalten usw. Arbeit auf körperlicher und psychischer Ebene also.

Puh, viel denkst du, aber jeden Tag kleine Schritte bringen mehr, als alles auf einmal. Das warme Wasser morgens z.B. und die Dankbarkeitspraxis. Besonders bei Rheuma ist die Selbst- und Körperliebe ein wichtiges Thema.

Welche Gedanken sind nützlich und sinnvoll?

Wie denke ich über mich?

Was denke ich über mein Schicksal und meine Krankheit?

Kann ich Ängste zulassen und einfach mal spüren, oder unterdrücke ich sie allzu gern, und dann kommen sie wieder über körperliche Symptome zum Ausdruck?

Oder eben, dass Medikamente nicht ausreichende Wirkung zeigen. Das ist zumindest meine Theorie – ich bin natürlich kein Arzt und möchte hier auch keinerlei medizinische Empfehlungen aussprechen. Ich möchte Dir mit diesem Beitrag nur zeigen, dass eine schulmedizinische Behandlung uns nicht entbindet, mal hinzuschauen, was wie in unserem Leben läuft. Und dass Du Medikamente durchaus als Freund auf Deiner Reise betrachten kannst.

Fragen wie:

Sind diese Ängste in mir berechtigt?

Woher kommen sie überhaupt? Wer oder was beeinflusst mich?

Wie spreche ich mit mir? Was kommen da täglich für Wörter?

Welchen Wert messe ich mir zu? Wie steht es also um meine Selbst-Wertschätzung? 

Kann ich täglich dankbar sein, für meinen Körper, meine Schmerzen? 

Kann ich Botschaften hinter meinen Symptomen erkennen?

So so viele Fragen, auf die Du jetzt keine Antwort haben musst, aber wenn Dir spontan welche kommen, schreibe sie unbedingt auf. Denn dann sprechen oft Dein Unterbewusstsein, Deine Intuition mit Dir und geben Dir schneller eine Antwort, als Dein Verstand es kann.

Nehmen wir z.B. die Ängste. Angst vor Schmerzen, vor Nebenwirkungen, vor Veränderungen, vor Folgeschäden. Aber wo kommt das her? Oft eben nicht aus uns heraus, sondern durch das, was wir mitbekommen haben, was der Rheumatologe/Facharzt/Apotheker in seiner Aufklärung erzählen muss, was auf dem Beipackzettel steht, was “pessimistische” Betroffene in Gruppen schreiben** (z.B. nur über Schmerzen sprechen, nur Nebenwirkungen aufzählen usw.), was irgendwer über Rheuma meint sagen zu müssen. Das sind Dinge, die kommen alle von außen. Die haben nichts mit Dir und Deiner Innenwelt zu tun. Wir Menschen sind aber beeinflussbar.

Und da kommt meine gute Nachricht: Du allein entscheidest, was Dir Angst macht, was Du an Dich heranlässt und wie Du ab sofort denken möchtest. 

Leicht ist das nicht immer, das gebe ich zu. Aber es geht. Schließlich entscheiden wir uns zig tausende Mal am Tag für Dinge, bewusst und unbewusst. Es gibt einen schönen Spruch: ich entscheide, was mir Angst macht und wer mich ärgert. 

Was noch nicht eingetreten ist, dem solltest Du keinen Raum geben, Dir Angst zu machen. Oder wütend zu sein. Nutze diese Zeit, um an Deinen positiven Gedanken zu arbeiten. Bei der Empfehlung „denk positiv“ bekomme ich immer rollende Augen, auch wenn’s stimmt, denn ich habe mich dann oft gefragt, ja wie denn. Was kann ich konkret machen.

Ich möchte Dir deswegen ein paar Tipps auf den Weg geben, die Dir bei Deinem Mindset mit Rheuma helfen können:

Tipp 1

Denke in Lösungen, nicht in Problemen (und schreibe es auf). Wie viel beschäftigst du dich gedanklich mit Dingen, die du nicht ändern kannst, die vielleicht nie eintreten und die nichts mit der Realität zu tun haben?

Tipp 2

Vergiss nicht, Du bist auch ohne Leiden liebenswert.

Viele können nicht ohne ihr Leid nach außen zu tragen oder auch selbst darin zu bleiben, statt für sich selbst zu kämpfen. Es gibt Menschen, die denken, sie seien nichts ohne ihre Krankheit und niemand würde sie dann beachten. Zuneigung durch Krankheit ist aber keine ehrliche Kombination. Du bist nicht Dein Rheuma. Du bist nicht handlungsunfähig und kein Opfer dieser Krankheit. Du bist mit und ohne Rheuma absolut einzigartig und liebenswert.

Tipp 3

Sei dankbar. Dankbarkeit geht nur positiv. Gehört also zum positiven Denken. Damit kann ich etwas anfangen. Vieles ist uns zur Routine geworden. 

Schreibe doch mal 15 Dinge auf, die Du für selbstverständlich nimmst und doch dankbar bist. Und dann mach Dir das jeden Tag bewusst. So programmierst Du Dich nach und nach um und wirkst eben auch auf das Entzündungsgeschehen in Deinem Körper ein. 

Tipp 4

Meditiere. Damit hast Du Schwierigkeiten? Dann nutze den kleinen Trick, dass Du so viel im Alltag wie möglich bewusst machst (im Moment bist und nur in diesem). Alles kann so zur Meditation werden. Spazieren, Frühstück zubereiten, duschen, atmen usw. 

Rheuma birgt die Chance zu wachsen, über sich hinaus zu wachsen, achtsam und stärker zu werden. Und das ist doch auch wieder etwas Positives, oder? 

Tipps, wie Du auf Deine Bedürfnisse hören lernst und Vertrauen zurückbekommst
  1. Höre auf Deinen Körper. Oberstes Gebot :).
  2. Nutze seriöse Informationsquellen.
  3. Ruhe Dich aus, wenn Du müde bist oder Schmerzen da sind (nicht zu verwechseln mit nicht mehr bewegen).
  4. Bewege Dich, wenn Du Dich steif fühlst.
  5. Ändere Deinen Lebensstil, probiere die Tipps aus dem Ayurveda und lerne diese Heilkunst kennen (es ist gar nicht kompliziert – versprochen).
  6. Gehe Änderungen langsam an.
  7. Beobachte, was sich wann und wie auf Deine Symptome auswirkt (Lebensstil, Nahrungsmittel, Psyche).
  8. Finde Deine persönliche Bewältigungsstrategie.
  9. Setze Dir realistische Ziele, lieber niedriger als zu hoch, sonst ist die Enttäuschung schnell da.
  10. Lobe Dich für alles, was Du Neues umsetzt und lernst, mit Deiner Krankheit neu umzugehen.
  11. Denke daran, nichts im Leben verläuft linear. Aufs und Abs sind erwünscht und normal.
  12. Finde Dinge, für die Du wirklich dankbar sein darfst und bist und was Dein Körper alles richtig macht! Und finde Dinge, die in Deinem Leben richtig gut laufen! Es ist nie immer alles schlecht.
  13. Finde Dinge, die Dir richtig Spaß machen, egal was andere davon halten.
  14. Geh zur Physiotherapie/zum Sport.
  15. Nutze die Kraft ätherischer Öle – sie verbinden auf ganz wunderbare Weise Körper, Geist und Seele wieder und können auch bei Rheuma hilfreich sein.*
  16. Atme tief – jede Stunde mindestens 1x.
  17. Gehe viel in die Natur. Wo es kein Handy und kein social Media gibt.
  18. Finde genug Schlaf (wenn`s nicht mit dem Einschlafen klappt, versuche z.B. auch mal CBD-Öl mit Melatonin).***
  19. Tausche Dich mit anderen aus (komme gern in meine Facebookgruppe).

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**Das sind meine persönlichen Erfahrungen, daher habe ich mich aus vielen Gruppen verabschiedet, weil es mich einfach runterzog und Energie nahm. Ich meine hiermit niemanden persönlich.

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