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Rheuma & Co.

Glutenfreie Ernährung und Tipps zur Entgiftung

Früher hat sich der Mensch von Obst und Gemüse ernährt, etwas Fisch, Wurzeln, Kräuter und Olivenöl? Und heute? Fleisch, Pasta, Brot. Verarbeitete Lebensmittel, die mit Frische und Gesundheit nicht mehr viel zu tun haben. Glutenhaltige Lebensmittel sind nicht von Natur aus schädlich, aber die Industrie macht sie schädlich für uns Menschen. Eine Studie hat gezeigt, dass Gluten in 30% der Supermarktprodukte enthalten ist: Käse, Rotwein, Eis, Bier, Chips und Marmelade. Natürlich in geringen Mengen – man misst den Glutengehalt in ppm und ein Lebensmittel gilt bei <20 ppm als glutenfrei – bei Rotwein sind <10 ppm. Gluten wird gern als Stabilisator in Light-Produkten wie fettreduzierte Milchprodukte oder TK-Rahmgemüse eingesetzt. Bei Eiscreme können es Spuren von Waffeln sein. Auch Fruchtsäfte mit Ballaststoffzusätzen (z.B. Weizenkleie) sind glutenhaltig. Bei Käse sind es Sorten wie Kräuterfrischkäse, Schmelzkäse, leider auch veganer Käse und Münsterkäse. Was wichtig ist zu wissen, dass Gluten in Getreiden wie Roggen, Gerste, Hafer, Grünkern, Dinkel, Urkorn und Einkorn vorkommt. Eine glutenfreie Ernährung darf diese Getreide also nicht enthalten. Interessant ist, dass sogar Glukosesirup und Maltodextrine auf Weizenbasis sein können. Bei der Erkrankung Zöliakie kann schon ein geringer Glutenanteil in Lebensmitteln gefährlich werden. In Europa ist Zöliakie die häufigste Lebensmittelintoleranz und gilt als eine Autoimmunerkrankung.

 

Die Verarbeitung von Weizen 🌾 begann erst vor 10.000 Jahren. Bis dahin kannte der menschliche Körper kein Gluten. Heute gibt es 4x mehr Zöliakieerkrankte wie in den 50ern. Bis zu 200 Symptome können dabei auf Zöliakie hinweisen. Z.B. Durchfall, Erbrechen, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Weinerlichkeit, Infektanfälligkeit, Eisenmangel, Calicummangel usw.. Alle Körperteile können betroffen sein.

 

Was ist das Problem bei Gluten?

 

Gluten kann im Körper gespaltet, aber nicht verwertet werden. Es bleiben unverdaute Peptine zurück. Bei gesunden Menschen führt Gluten zu einer langsameren Verdauung. Es belastet also immer den Körper. Normalerweise verdauen die Darmzotten die zugeführte Nahrung. Gluten schädigt aber die Epitheldecke der Darmzotten und führt zu lokalen Entzündungen.

Bei den meisten Menschen führt Gluten nicht zu bemerkbaren Entzündungen, was aber nicht bedeutet, dass der Körper nicht reagiert.

 

Eine s.g. „Nicht-Zöliakie-Gluten-Sensitivität“, welche durch den Verzehr glutenhaltiger Produkte entsteht, stieg statistisch betrachtet zwischen 2012-2015 von 12,9% auf 32,8%. Als Grund wird die industrielle Lebensmittelverarbeitung und der starke Einsatz von Glyphosat (Düngemittel) angesehen. Und hier beginnt es eigentlich richtig interessant und erschreckend zu werden.

 

Nach dem 2. Weltkrieg wurden aus Sprengstoffen übrig gebliebene Nitrate und Phosphate für die Düngemittelproduktion für den Weizenanbau verwendet. Gegen Insekten und Unkraut wurden dann neue Sorten gezüchtet. Denn bei den alten Sorten sank der Ertrag durch die Düngung. Das Gluten der neuen gezüchteten Sorten kann vom Körper nur noch schwer verdaut werden. Früher war das kein Problem. Es ist also nicht mehr Gluten geworden, sondern es wurde verändert – durch die Industrie. Warum? Um auf Masse zu produzieren. Durch Genmanipulation werden Pflanzen widerstandsfähiger gemacht. So kann Hartweizen heutzutage auch in kalten Gebieten, wie Kanada und der Ukraine,  in sehr großen Mengen angebaut werden. Praktisch alle Getreidesorten werden gespritzt und sind hochgradig mit Glyphosat belastet. Namenhafte Pastahersteller sind auch darunter.

 

Warum ist es so schwer verdaulich?

 

Gluten, oder auch Klebereiweiß genannt, ist wie ein Gummiband. Die Kraft, Gluten zu zerreißen, wird als W bezeichnet. Alte Weizensorten hatten zwischen W30-60, neue moderne Sorten zwischen 150-320. Die Kraft, um das Gluten zu verarbeiten ist heute 5-10x so hoch, wie bei alten Sorten, und so geht es auch unseren Verdauungsenzymen. Es braucht viel mehr Kraft zum Aufspalten.

 

Früher ließ man Brote lange (bis zu 2 Tage) gehen, so dass Mikroorganismen das Gluten abbauen konnten. Heute wird auf Masse und auf billig produziert. Für Gärprozesse ist schlichtweg keine Zeit mehr. Deswegen sind Sauerteige eher zu bevorzugen.

 

Glyphosat wird kurz vor der Ernte gespritzt und lässt den Weizen austrocknen, um schneller geerntet zu werden. Bevor die Pflanze stirbt, gibt sie noch ihre Körner ab.

Glyphosat reichert sich in den Pflanzen sehr stark an. Im Körper und besonders im Darm wirkt das Düngemittel auf das Mikrobiom wie ein Breitbandantibiotikum. Es tötet die gesunden Bakterien ab und fördert damit das Wachstum krankheitsfördernder Bakterien. Glyphosat wirkt als Herbizid, Bakteriostatikum und Zytostatikum.

Nach und nach leiden die Organe immer mehr unter der Zufuhr und wir werden krank. Das kann Jahrzehnte dauern. Bis dahin kommen evtl. andere Volkskrankheiten dazu und auf eine Glutenunverträglichkeit wird bei der Diagnosestellung (z.B. bei Diabetes) nicht mehr rückgeschlossen. Und deswegen ist es ein schleichender Prozess.

 

Glyphosat ähnelt Glycin, einer körpereigenen Aminosäure. Der Körper erkennt den Unterschied nicht und so werden die chem. Verbindungen in körpereigene Eiweißstrukturen eingebaut. Und zwar in alle Gewebe. Als trojanisches Pferd vergiftet Glyphosat nach und nach den Körper. Es verbindet sich zudem mit Metallen, wie Eisen, Mangan und Zink, und führt so zu einem Mineralstoffmangel. Würde jemand einen Zink- und Eisenmangel mit der Glutenzufuhr in Verbindung bringen? Wohl nicht wirklich.

 

Statistiken zeigen, wie der Gebrauch von Glyphosat parallel mit Krankheiten wie Autismus, Demenz, Diabetes, bestimmte Krebsarten und Autoimmunerkrankungen (Zöliakie, Rheuma usw.) ansteigt. Bislang ist das nicht ausreichend belegt. 

 

Eine Alternative sind dann z.B. glutenfreie Produkte. Nur leider enthalten diese kaum Nährstoffe und Vitamine. Reis und Kartoffeln sind glutenfreie Alternativen, die wenigstens Nährstoffe liefern. Dennoch kann man ab und zu zu glutenfreien Ersatzprodukten greifen, was ich auch tue – beim Brot backen, wo ich bedenkenlos Nährstoffe zufügen kann.  

 

Was interessant ist zu wissen, dass Landwirte in Sizilien dazu übergegangen sind, wieder alte Weizensorten, wie z.B. Tumminia, anzubauen. Diese Sorte enthält sehr wenig Gluten und durch alte Techniken unterstützt der Weizen sogar die Verdauung.

 

Welche Lebensmittel begünstigen die Entgiftung? Tipps

 

  1. Bärlauch
    • Einige Verbindungen im Bärlauch sind in der Lage, Schwermetalle zu binden und auszuleiten. Die enthaltenen Schwefelglykosoide haben eine antibakterielle Wirkung.
  2. Chlorella Alge
    • Durch den sehr hohen Chlorophyllgehalt wird der Sauerstoffgehalt im Körper erhöht. Die Zellmembran der Alge ist in der Lage, Schwermetalle, und darüber hinaus auch einige andere Umweltgifte wie Formaldehyd sowie verschiedene Insektenschutzmittel zu absorbieren, zu binden und auszuleiten.
  3. Selen
    • Ist bekannt dafür, den Körper zu entgiften und Schwermetalle wie Quecksilber auszuleiten.
  4. Brennnessel
    • Die Blätter wirken sehr stark entgiftend, denn sie enthalten u.a. Gerbstoffe, Histamin, Vitamine, Mineralstoffe, wie z.B. Calcium, Kieselsäure und Eisen. Die Pflanze regt den Leberstoffwechsel an, reinigt das Blut, wirkt entsäuernd auf das Bindegewebe und sekretionsfördernd auf die Bauchspeicheldrüse.
  5. Ingwer
    • Durch Wirkstoffe, wie Zingiberen, Gingerole, ätherische Öle und Scharfstoffe regt Ingwer nicht nur die Durchblutung und die Schweißproduktion, sondern den kompletten Stoffwechsel an.
  6. Löwenzahn
    • Die als Unkraut verrufene Pflanze enthält wertvolle Bitter-, Gerb- und Mineralstoffe und zahlreiche Vitamine sowie Zink. Sie stärkt Galle, Leber, Nieren und Blase und kann sogar bei Rheuma lindernd wirken.
  7. Wacholderbeeren
    • Sie enthalten Gerbstoffe, ätherische Öl, Harze und organische Säuren, die entgiftend, keimtötend, antirheumatisch und verdauungsfördernd wirken sollen. Bei Rheuma können sie eine schmerzlindernde Wirkung haben.
  8. Artischocke
    • Dieses Gemüse ist für seine antirheumatische Wirkung bekannt. Die Inhaltsstoffe schützen vor Toxinen, sind harntreibend und leberschützend.

 

 

Quellen:

 

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/ratgeber/detox-uebersicht/schwermetalle-ausleiten-ia

https://rottal-inn.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgruppen/rottalinn/bilder/Kreisgruppe/Vortrag_Prof_Krüger_zum_Thema_Glyphosat.pdf

DZG – kostenfreie DZG-Publikationen (dzg-online.de)

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=seneff+samsel

Wie wirkt Glyphosat auf uns und die Umwelt? (albert-schweitzer-stiftung.de)

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