Fastenkuren bei Rheuma
Rheuma & Co.

Fastenkuren bei Ama-Vata (Rheuma)

Ab Ende Februar, wenn der Frühling ganz langsam Einzug hält, ist die beste Zeit für Fastenkuren gekommen. Angesammelte Schlacken (Ama) werden durch ein mehrtägiges Fastenprogramm ausgeleitet. Der Körper gewinnt so neue Energie zurück. Da die Dauer des Fastens vom ayurvedischen Konstitutionstyp abhängt, ist es wichtig, sich im Vorfeld zu informieren, zu welchem Typen man gehört. Außerdem ist auch wichtig, sich mit seinem Rheumatologen oder Ayurvedamediziner vor Beginn der Fastenkur abzusprechen.

 

Etwas Grundsätzliches als Info für euch:

Bei Rheuma liegt laut dem Ayurveda eine Vata-Störung vor. Man sagt auch, Rheuma sei eine Ama-Erkrankung.

Schon vor dem Fasten sollten, wenn nicht eh schon vom Speiseplan gestrichen, tierische Produkte wie Fleisch, Milch, Eier, Alkohol, Gluten und Zucker strikt vermieden werden. Am Besten für 2 Wochen.

 

Wie lange darf ich bei der Konstitution Vata fasten?

Exzessives Fasten kann Vata weiter erhöhen, deshalb sollten es nicht mehr als 1-3 Tage sein. Längeres Fasten führt sonst zu Nervosität, Sorgen, Schwächegefühl.

 

Welchen Effekt hat Fasten?

Während der Fastenzeit bekommt die Verdauung eine Auszeit und das Verdauungsfeuer (Agni) wird entfacht. Ohne zugeführte Nahrung, die evtl. fettig, schwer verdaulich und belastend ist, kann der Körper sich dem Abbau von Schlacken (Ama) widmen. Zusätzlich werden die Zirkulationskanäle (Srotas) geöffnet. Durch falsche Nahrung oder toxische Stoffe (Ama) verstopfen diese Kanäle, es entstehen Lymphstauungen, Verstopfung , Ödeme und Entzündungen. Srotas sind z.B. Arterien, Venen, Lymphgefäße, Kapillaren aber auch Energiekanäle.

 

Wie kann ich fasten?

Das hängt vom Konstitutionstyp ab. Bei Vata-Typen sind drei kleine, warme Mahlzeiten am Tag empfohlen. Auf keinen Fall Null-Fasten. Und Ruhe ist in der Zeit sehr wichtig für den Körper. Reisbrei am Morgen und dünne Reissuppen mit Gewürzen am Tag stärken z.B. das Agni. Zusammen mit Ingwertee und heißem Wasser über den Tag verteilt, ist es für den Vata-Typ eine gute Fastenmöglichkeit. Reiswasser hat eine intensiv entgiftende Wirkung.

 

Beispiel: Ingwerwasser und Reisbrei am Morgen – Reiswasser am Mittag/Abend – heißes Wasser über den Tag

 

Wichtig ist die Aufteilung in Einleitungs-, Reinigungs- und Aufbautage.

 

Zur Einstimmung auf die Fastentage sind ayurvedische Morgenroutinen wie Ölmassage, Yoga und Meditation empfohlen.

 

Während der drei Aufbautage sollte man maximal ¼, ½ und dann 3/4  der gewohnten Nahrungsmenge zu sich nehmen. Optimale Heilkost ist das Gericht Kitchari. Die enthaltenen Getreide und Gemüse sind gut verträglich und stärken den Körper wieder. Rezepte dafür findet ihr in vielen Varianten online. 

 

Welche Gewürze sind während des Fastens optimal bei einer Vata-Störung wie Rheuma?

Vor allem Ajwain und Asafötida, denn nach ayurvedischer Lehre beseitigen diese tiefsitzendes Ama und beruhigen Vata.

 

Wie koche ich Reiswasser?

Dazu einfach 2 EL Reis ohne Fett anrösten und 560ml Wasser zugeben. Für 45 Minuten köcheln und absieben. Mit Steinsalz und ggf. Gewürzen abschmecken. Das Reiswasser im Wechsel mit Ingwerwasser über den Tag verteilt trinken. Bei der Rosenberg-Akademie findet ihr einen Beispiel-Tagesplan für einen Reinigungstag und noch mehr Rezepte.

 

Wie koche ich Reisbrei?

1/2 Tasse Bio-Rundkornreis  (ca. 100g) über Nacht in Wasser einweichen und morgens gut abspülen. Danach mit etwa 5 Tassen Wasser zugedeckt 1,5 Std. köcheln lassen. Unbedingt warm genießen. 

 

Was kann ich während des Fastens neben der Ernährung Gutes für mich tun?

Sich viel Ruhe gönnen und sich schön warm halten, z.B. durch warme Bäder (wenn man es verträgt), Ingwertee, Kräutertee, Decken, warme Kleidung und Wärmeflaschen. Positive Gedanken, die innerlich Wärme und Geborgenheit erzeugen, helfen natürlich auch.

 

Achtet gut auf euren Körper und seid achtsam mit seinen Signalen, ob das Fasten euch gut tut!

 

(Quelle: www.rosenberg-ayurveda.de) 

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