Kooperationen

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Auf dieser Seite findest Du Menschen oder Unternehmen, mit denen ich (unbezahlt, freiwillig) kooperiere, um Dir noch mehr Informationen rund um Rheuma, gesunde Ernährung und gesunde Lebensführung bieten zu können. Wenn Du mit mir gern eine Kooperation abschließen magst, dann schreibe mir gern eine Mail über das Kontaktformular – ich melde mich dann innerhalb von 24 Stunden bei Dir zurück.

Anna Maier
Bildquelle: Anna Maier (Facebook)

Anna Maier, Fachärztin für Rheumatologie

 

Ich habe mit Anna Maier, auch genannt RheumaDoc Anna, am 24.04.2021 ein ganz tolles und vor allem menschliches, empatisches Gespräch geführt. Anna ist Fachärztin für Rheumatologie und hat sich auf die Themen Frauenrheuma und Kinderwunsch spezialisiert. Ich unterstütze sie mit ihrem Projekt, da ich selbst durch zu wenige und vor allem falsche Informationen meine Medikamente in der Schwangerschaft abgesetzt habe und nach der Geburt meines Sohnes einen lang anhaltenden, schwer einzustellenden Schub hatte. Der u.a. der Grund ist, warum dieser Blog ins Leben gerufen wurde und ich dankbarer Weise den Weg gehen kann, den ich hier und heute mit euch zusammen gehe! Es gibt immer etwas Positives an noch so dunklen Tagen. 

Das Interview und wie Du Anna kontaktieren kannst, kannst Du hier nachlesen ♥. 

 

24.04.2021

Liebe Anna,

 

schön, dass Du Dir die Zeit nimmst, um über die Themen Frauenrheuma, entzündliches Rheuma und Frau sein sowie Kinderwunsch bei Rheuma zu sprechen. Alles sehr spannende Themen, die mir in meiner eigenen Schwangerschaft und meinem Schub nach der Geburt gefehlt haben. Erzählst du kurz etwas zu Dir und wie Du dazu gekommen bist, dich als Rheumatologin speziell auf die Themen Kinderwunsch und Frauenrheuma zu fokussieren?

 

Gerne teile ich mein Wissen, um auch anderen Frauen, die entzündliches Rheuma haben und auf ihrem Lebensweg Hindernisse antreffen, Lösungswege aufzuzeigen. Wie bin ich dazu gekommen? Als Rheumaärztin habe ich mit allen Altersgruppen zu tun. Das beginnt schon im Säuglingsalter, das ist selten, aber das gibt es auch und hört im Lebenszyklus einer Frau/eines Menschen nicht auf. Ich sehe immer wieder Frauen mit besonderen Schicksalen, die mich sehr berühren. Wir haben doch so viele Lösungen und Werkzeuge, um eine gute Schwangerschaft zu planen und die Zeit danach – mit dem Kind – besser zu leben, ohne dass die Krankheit die Frauen zusätzlich einschränkt. Mit dem modernen Wissen kann man deutlich besser handeln und planen. Ich meine hier nicht nur die Medikamente. Die Schicksale gehen mir immer sehr nah. Daraus entstand der Herzenswunsch, den Frauen zu helfen und sie zu befähigen, dass sie sich auch selbst helfen können. Seit mehreren Jahren ist dieser Wunsch gewachsen. Seit Ende März 2021 bin ich nun sichtbar auf Instagram und Facebook. Und die Rückmeldungen sind überwältigend.

 

Hast Du ein Fallbeispiel, was Dich sehr berührt hat?

 

Ja, solch einen Fall gab es tatsächlich. Vor mir saß eine junge Frau und sie konnte ihren 8 Monate alten Säugling nicht tragen und nicht wickeln, weil sie so viele Schwellungen und Entzündungen hatte. So stellte sich heraus, dass sie vor der Schwangerschaft ein absolut sicheres und mit der Schwangerschaft verträgliches Medikament weggelassen hat. Ob nach ärztlichem Rat oder aus dem Bedürfnis der inneren Sicherheit („ich möchte dem Kind nicht schaden“), weiß ich nicht mehr, aber die Frau konnte nicht mal den Kinderwagen schieben. In dem Moment dachte ich mir, dass es irgendwo einen Bruch geben muss, denn die Informationen sind doch alle vorhanden. Es gibt die Rheumaliga, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Embryotox und viele tolle Bücher. Wieso finden die Frauen diese Informationen nicht oder anders gefragt, wieso kommen die Informationen nicht zu den Frauen? Irgendwie muss man diese beiden Punkte zueinander bringen. So hat alles angefangen.

 

Welche Rückmeldungen hast Du bisher bekommen?

 

Bisher nur unglaublich positive Rückmeldungen, wie „Danke für Deine Arbeit“, „Hat das hier [Instagram] einer gewusst?“, „Seit ich Dir folge, habe ich wieder Hoffnung, dass ich einen guten Rheumaarzt finde.“ Mittlerweile entstand eine tolle Community, die sich gegenseitig bestärkt. Das wiederum motiviert mich weiterzumachen.  

 

Bei den Fachärzten hat man nun oft zu wenig Zeit, um ein Gespräch mit den Patienten zu führen. Welche Themen kommen denn Deiner Meinung nach zu kurz, die aber für den Umgang mit Rheuma im Leben und im Alltag wichtig sind (z.B. der Lifestyle)?

 

Der Mensch besteht ja nicht nur aus der rheumatischen Erkrankung. Wenn beim Facharzt die Zeit kurz ist, dann muss sich der Arzt auf das Wichtigste und Nötigste fokussieren. Und das sind in dieser Situation die Medikamente. Gerade bei einem Wechsel der Medikamente muss ich schauen, wo steht der Mensch, was hat er bisher genommen, müssen wir steigern oder umsteigen? In dieser kurzen Zeit sollte sich der Mensch abgeholt fühlen – das ist eine Herausforderung. Weitere Themen: Wo steht die Patientin/der Patient seelisch? Wo steht sie/er in der Krankheitsakzeptanz? Für genau diese Fragen, ist oft zu wenig Zeit. Auch für die Themen, welche Sportarten darf ich machen, was ist mit der Ernährung. Depressionen z.B. erhöhen das Risiko, dass wir mit Medikamenten zu wenig erreichen. Die seelische Verfassung entscheidet z.B. mit, wie gut meine Patientin/mein Patient die Medikamente verträgt. Ich habe als Ärztin „nur“ 20 Minuten und darin ist auch die Dokumentationszeit enthalten.

 

Der seelische Zustand und die Wirkung des Medikamentes hängen zusammen?

 

Ja, das Wissen darüber haben wir Rheumatologen. Es gibt Studien, die zeigten, welche psychische Erkrankungen bei Rheuma oft mit dabei sind und warum Medikamente weniger bewirken.

 

Frauen, die stark entzündliches Rheuma und Kinderwunsch haben, leiden oft sehr. Was empfiehlst Du diesen Frauen, die sich auch Druck machen? Was ist das beste Vorgehen?

 

Die beste Basis ist, sich sehr gut in den „guten“ Quellen zu informieren. Nicht bei Dr. Google, sondern in Quellen mit Hand und Fuß, auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Planung das A und O. Welche Medikamente dürfen in der Schwangerschaft eingenommen werden z.B. muss besprochen werden. Die Vorarbeit mit Informationen und Planung, die die Erkrankung dann auf null Entzündung gebracht haben, sind immens wichtig. Dann stehen auch mehreren Kindern nichts im Weg.               

 

Mit stark entzündlichem, aktivem Rheuma ist eine Schwangerschaft nicht empfohlen?

 

Genau. Ist das Rheuma aktiv, steigt das Risiko einer Schwangerschaftsvergiftung. Sie wiederum kann zu einer Frühgeburt führen und die Gesundheit der Frau gefährden. Außerdem wird das Baby in der Gebärmutter nicht sicher genug versorgt, um gut wachsen zu können. Das alles kann die betroffene Frau vermeiden, indem sie sich gut informiert und gut plant.

 

Welches Angebot möchtest Du Frauen machen? Was ist Deine Vision?

 

Ich möchte den Frauen Informationen geben, die helfen zu erfahren, wie es gut gelingen kann. Ich möchte auch ein Stück weit die Angst nehmen. Es gibt ja gute Lösungen, wie man den Kinderwunsch bei Rheuma ermöglichen kann. Dafür sind mein Instagram- und Facebook-Kanal da. Ich teile dort Informationen aus Studien, die teilweise sehr viele Schwangerschaftsverläufe dokumentieren und den Frauen Mut machen sollen. Wir haben zum Beispiel nicht nur Daten zu Rheumaerkrankungen, sondern auch zu entzündlichen Darmerkrankungen. Diese Frauen können in der Schwangerschaft ihre Medikamente oft nicht weglassen. Die Daten sind hier sogar noch umfangreicher und so liegen uns so viele Studien vor, wie Medikamente in der Schwangerschaft funktionieren. Wir lernen also viel aus Beobachtungen verschiedener Erkrankungen.

 

Eins meiner Favoriten ist der Ayurveda und dort geht man davon aus, dass so gut wie jede Erkrankung dem Geist entstammt. Wie siehst Du die Verbindung zwischen Rheuma, Geist und Emotionen und was kann jeder/jede Betroffene dazu beitragen, um seine Krankheit positiv zu beeinflussen?

 

Was ich als erstes als problematisch sehe, ist, wenn jemand sagt, sie oder er sei schuld an ihrer/seiner Erkrankung. Ich gebe Dir Recht, die Pflicht zur Selbstfürsorge sollte ich schon selbst haben. Die Probleme können nicht alle an den Hausarzt, Physiotherapeuten oder Rheumatologen abgegeben werden. Jeder muss für sich selbst sorgen, wie beim täglichen Zähne putzen. Stressige Situationen können eine vorher stabile Erkrankung ausbrechen lassen und einen Schub verursachen. Die Umwelt, wie Luftverschmutzung, hat ihren Einfluss, den man nur eingeschränkt beeinflussen kann. Selbstfürsorge ja, bewusstes Essen, bewusstes Leben, das ist die innere Leine, an der man sich gut bewegen kann. Yoga und Meditationen sind auch toll, um sich zu erden.

 

Du sprichst achtsame, bewusste Ernährung an. Welchen Stellenwert hat die Ernährung bei Rheuma, Kinderwunsch und Schwangerschaft?

 

Es gibt keine spezielle Rheumadiät. Was wir unter guter, gesunder Ernährung verstehen, hat seine Richtigkeit. Die Lebensmittel, die eine Quelle an zu viel Arachidonsäure haben, die Entzündungen verursacht, oder zu viel Zucker, Konservierungsstoffe (z.B. in Softdrinks), das alles kann Entzündungen fördern. Wenig belastete Lebensmittel nimmt der Körper anders auf und die Nährstoffe werden anders zur Verfügung gestellt, so dass der Körper sie gegen die Entzündungen und gegen vorzeitige Zellalterung verwerten kann. Was wir noch wissen: Ballaststoffe sind sehr förderlich. Ballaststoffe freuen Bakterien, die für die Unterdrückung von Entzündungen zuständig sind. Ayurveda steht zum Beispiel für wenig verarbeitete, Natur belassene Lebensmittel. Das freut die Darmbakterien.

 

Meine erste Hebamme hat mir empfohlen, jeden Tag ein Glas frisch gepressten Orangensaft zu trinken und OPC (Traubenkernextrakt) sowie Omega-3 zu nehmen. Was sind Deine Erfahrungen und Deine Einschätzung zu Nahrungsergänzungsmitteln bei entzündlichem Rheuma und Schwangerschaft? Gibt es etwas, was man empfehlen kann?

 

Da ist die Sachlage sehr mager. Es gibt tatsächlich Studien, aber die Aussagen sind sehr begrenzt. Es ist schwierig, solche Studien zu machen, denn ich muss zwei große Gruppen an Probanden  haben, die ich über eine lange Zeit verfolge. Eine Gruppe, die Placebo nimmt, und eine Gruppe, die z.B. Traubenkernextrakt nimmt. In allen anderen Punkten müssen beide Gruppen untereinander übereinstimmen: Wie lange ist das Rheuma bekannt, welche Medikamente werden eingenommen, wie alt sind die Teilnehmer und so weiter. Und dann schaut man, bei wem ist das Rheuma besser geworden. Es ist aufwendig, um in einer Studie die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln zu belegen.

 

Wir haben jetzt 2021 und sind schon viel weiter in den Behandlungsmethoden als vor 10 Jahren. Gibt es Therapien, die aktuell ganz neu sind oder was ist das Aktuellste in der Behandlung? Wo entwickelt sich die Rheumabehandlung hin? Was ist kombinierbar mit einer Schwangerschaft?

 

Es tut sich jedes Jahr sehr viel. Es gibt viele Hindernisse auf dem Weg eines Medikaments zur Marktreife. Vom Reagenzglas, über Tierversuche, Tests an gesunden und dann an kranken Menschen – da vergehen oft 10 Jahre. Heute kann man zwischen vielen Medikamenten wechseln. Früher war das nicht selbstverständlich. Früher hat man die Leute massiert, gebadet und vertröstet. Heute sagt man den Betroffenen, dass sie Kinder bekommen können und weiter Sport machen sollen. Das ist ein großer Fortschritt. Wir haben mittlerweile eine Palette an unterstützenden Maßnahmen. Das höchste Ziel der Therapie ist die Remission, d.h. null Entzündung.

Die neuesten Medikamente heißen JAK-Hemmer. Sie gibt es als Tablette und sie sind schnell wirksam. Damit kann man sogar mobil sein, denn die Tabletten müssen nicht gekühlt werden. Gerade bei jungen Patienten ist das eine coole Sache. Ein Auslandsaufenthalt ist damit besser organisierbar als mit Medikamenten, die ständig gekühlt werden müssen. Kleiner Wehrmutstropfen: Die JAK-Hemmer sind in der Schwangerschaft bisher nicht erlaubt. Die Erfahrung in den nächsten Jahren wird zeigen, ob sich diese Empfehlung ändert oder bleibt.

 

Jetzt ist Morgensteifigkeit häufig ein Problem. Hast Du Tipps, wie man morgens schwungvoller aus dem Bett kommt? Ich denke da an Deine Tipps aus der Neuroathletik.

 

Ja genau, der Aufhänger ist, dranzubleiben. Die Morgenroutine ist das, was einem hilft. Erstens bewege ich mich, zweitens muss ich mich für nichts entscheiden. Die Morgenroutine verbraucht nicht meine Entscheidungsenergie, wenn ich etwas etabliert habe. Es gibt viele einfache und wirksame Sachen. Z.B. im Bett morgens schon ein Glas Wasser trinken.* Ohne Dich groß anzustrengen machst Du also schon etwas. Darin liegt der Schlüssel. Wir wissen, wenn ich eine neue Routine etablieren möchte, muss ich 3 Wochen durchhalten. Nach der Zeit muss ich nicht mehr drüber nachdenken. Wie beim Zähneputzen.

Wenn ich im entzündlichen Schub bin, muss möglicherweise die Basistherapie angepasst werden. Es gibt eine Kortisonsorte, die man auch abends nehmen kann. Wenn ich die Tablette um 22 Uhr eingenommen habe, wirkt sie ab 3 Uhr morgens, sodass die Steifigkeit beim Aufwachen schon besser ist. Sonst müsste man sich einen Wecker stellen, und das macht natürlich dem Schlaf zuliebe kaum jemand. Man braucht einen guten Schlaf, denn dieser trägt dazu bei, dass das Immunsystem nachts auf Touren kommt und die Entzündung unterbricht.

 

Ich lese immer wieder von der gängigen Meinung, mit Rheuma dürfe man sein Immunsystem nicht stärken. Wie siehst Du das?

 

Rheuma ist ja ein Zuviel an Immunabwehr. Mit unseren Therapien bringen wir das „Zuviel“ wieder herunter. Daraus ist die Idee wahrscheinlich entstanden, dass man das Immunsystem nicht stärken soll. Das wäre logisch, aber das Immunsystem ist nicht so einfach gestrickt. In jeder Sekunde laufen Millionen Reaktionen im Immunsystem ab. Wie will man das machen, die einen Reaktionen zu stärken und andere nicht? Wir haben z.B. das erworbene und das angeborene Immunsystem. Bei Rheuma sitzen die Stellschrauben, an denen die Fehlregulation stattfindet, an verschiedenen Stellen. Bei der chronischen Polyarthritis ist es z.B. das erworbene Immunsystem. Bei der axialen Spondyloarthritis liegt es im Bereich des angeborenen Immunsystems. Eine pauschale Aussage ist dazu nicht möglich. Schlaf und gesunde Ernährung und sogar das Altern beeinflussen das Immunsystem. Ich stärke mein Immunsystem, in dem ich achtsam und gesund esse, mich viel bewege, ausreichend schlafe und für die innere Ausgeglichenheit sorgen.

 

Was sind die größten Hindernisse, die eine Schwangerschaft mit Rheuma unmöglich machen und gibt es Medikamente, die man unbedingt absetzen sollte?

 

Es gibt Medikamente, die streng gehandhabt werden. Das zum Beispiel ist das Cyclophosphamid, ein Medikament, was man bei Rheuma mit schwerer Organbeteiligung einsetzt, und das Methotrexat (=MTX), das man 3 Monate vor geplanter Schwangerschaft beendet. Das MTX führt oft zu Fehlgeburten. Es gibt für MTX definitiv kein Muster, dass das Kind in bestimmter Art und Weise Missbildungen bekommt, z.B. wie bei Alkoholkranken. Alkohol hat bestimmte Schädigungsmuster. Das hat MTX nicht.

TNF-alpha-Blocker, Sulfasalazin und Quensyl sind Beispiele für sichere Medikamente. Wir als Ärztinnen und Ärzte besprechen die Situation immer individuell und bemühen uns sehr, das Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Eine Freundin von mir ist Frauenärztin und sie sagt den schwangeren Frauen oft, dass sie ihnen zuerst Oropax verschreibt, um sie vor vielen ungefragten Tipps und Ratschlägen zu schützen. Gute Informationen zu Rheumamedikamenten sind daher vor Beginn der Schwangerschaft wichtig.

 

Kannst Du den Frauen die Sorge nehmen, dass wenn sie MTX absetzen, um schwanger zu werden, dann nicht wieder in einen Schub geraten, bevor überhaupt eine Schwangerschaft eintritt?

 

Idealerweise macht sich die Frau zusammen mit ihrer Rheumaärztin/ihrem Rheuma Gedanken über einen MTX-Ersatz – und das vor Beginn der Schwangerschaft. Je besser ist die Entzündung vor der Schwangerschaft unterdrückt ist, desto ruhiger verhält sich das Rheuma nach der Entbindung. So kann sich die Frau besser ums Baby kümmern.

Vielleicht kennst du die Aussage: In der Schwangerschaft ist das Rheuma ehe ruhig und Medikamente werden nicht gebraucht. Das stimmt nur bedingt: Bei etwa der Hälfte der Betroffenen ist das tatsächlich so. Bloß weiß die Frau vorher nicht, zu welcher Hälfte sie gehört. Deswegen ist die Planung vorab wichtig. Kommt in der Schwangerschaft ein Schub, ist das Kortison erlaubt: Als Tablette oder als Injektion in die geschwollenen Gelenke.

 

Was ist denn nach der Schwangerschaft wichtig, um einen Schub zu verhindern?

 

Die Punkte aus der vorherigen Frage haben hier ihre Gültigkeit. Außerdem sollte die Frau wissen: Biologika sind in der Stillzeit möglich. Sie gehen nur in sehr geringen Mengen in die Muttermilch über und dieser Rest wird im Magen des Kindes durch die Magensäure zerstört.

 

Wer gehört denn Deiner Meinung nach zu einem guten Rheumateam, neben dem Rheumatologen?

 

Neben einer informierten Frau als die eigene Expertin braucht sie eine Hauärztin/einen Hausarzt, zu der/dem sie ein vertrauensvolles Verhältnis hat. Außerdem ist ein unterstützendes Umfeld wichtig: Es soll mich bestärken und nicht verunsichern. Oft projizieren Menschen ihre eigenen Ängste auf uns. Diese Ängste dürfen wir uns nicht annehmen – das ist nicht dienlich. Lieber sollen wir schauen, wer uns Energie gibt, anstatt sie uns zu nehmen.

 

Wie kann man mit Dir zusammenarbeiten liebe Anna?

 

Schaut gerne auf meinem Instagram-Kanal oder bei Facebook. Ich plane einige Workshops, damit wir uns austauschen können: zum Thema „Rheuma und Ernährung“ oder „Rheuma und Kinderwunsch“ oder „Wie finde ich das ideale Rheumamedikament“. Mein Ziel ist es, dass jede Frau ein unterstützendes Team um sich herum zuhause sucht und baut. Die Rheumatologin/der Rheumatologe allein nimmt nicht alle Probleme, sie/er ist nur ein Baustein. Sucht euch Informationen in guten Quellen, allen voran Selbsthilfeorganisationen, das aufgeklärte Umfeld und mein Kanal – das zusammen ist unschlagbar.

 

Vielen Dank für das tolle Gespräch und ganz viel Erfolg liebe Anna!

Über die beiden Icons unter diesem Interview gelangst Du direkt zu den Kanälen von Anna.

Über die Termine zu den Workshops informiere ich auch weiter über meinen Blog und in meinem Newsletter. 

 

*Der Ayurveda empfiehlt Dir hier, am Vorabend Wasser Minuten lang abzukochen und in eine Thermoskanne abzufüllen. So kannst Du Dir das Wasser ans Bett stellen und am Morgen als erstes trinken. Ein kleines Stück Ingwer dazu regt zusätzlich schon das Verdauungsfeuer an. Zum Thema Morgenroutine findest Du hier einen Beitrag von mir.

 

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