Wissenschaft ätherischer Öle
Ätherische Öle

Die Wissenschaft hinter ätherischen Ölen

Der Einsatz ätherischer Öle als Therapie wurde schon im Altertum von den Ägyptern, Römern und Griechen verwendet. Z.B. zur Heilung, Mumifizierung, in der Kosmetik, für spirituelle Zwecke oder als Parfum.

 

Heute werden diese Öle hauptsächlich durch Wasserdampfdestillation und Kaltpressung gewonnen und in der Aromatherapie und Aromapflege eingesetzt. Über den Geruchssinn und über die Haut finden sie dann Anwendung und zeigen ihre Wirkung. Über den Riechnerv gelangen die sehr feinen Duftmoleküle innerhalb von Sekunden ins Gehirn und in das s.g. limbische System. So bemerkst Du am schnellsten eine Wirkung, welche stimulierend, beruhigend oder ausgleichend auf das vegetative Nervensystem (zuständig für Herzschlag, Atmung, Verdauung, Stoffwechsel) sein kann. Über die Poren der Haut gelangen die Wirkstoffe ätherischer Öle direkt in die Blutlaufbahn.

 

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Beispiele für Einsatzmöglichkeiten der Öle:

 

Unwohlsein:  kann durch die Verwendung von Ingwer und Zitrone gelindert werden.

Schmerzen/Verspannungen: können durch Majoran und Lavendel gedämpft werden. Sie unterstützen den körpereigenen Dämpfmechanismus, indem sie die Ausschüttung von Serotonin anregen.

Angstlösend: Rote Mandarine wirkt balancierend und stimmungsaufhellend. Melisse wirkt ausgleichend und entspannend.

Kopfschmerzen: Lavendel, Rose oder Melisse wirken lindernd; Thymian, Eukalyptus und Ingwer wirken noch intensiver.

Husten/Erkältungen: Thymian, Kamille, Fenchel und Teebaumöl beruhigen über die Inhalation und unterstützen einen ruhigen Schlaf.

 

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  Kopfnote (Zitrusfrüchte, Nadelbäume) Herznote (Blüten) Basisnote (Harze, Rinde, Hölzer)
Eigenschaften schnell verflüchtigt verflüchtigen sich weniger schnell harzig, riecht lange nach
Wirkung belebend, kühlend, konzentrationsfördernd öffnen Herz und Emotionen, ausgleichend erdend, stabilisierend 
Beispiele Zitrone, Orange, Bergamotte, Mandarine, Pfefferminz, Eukalyptus, Rosmarin, Wacholder, Grapefruit, Lemongras Rose, Lavendel, Ylang-Ylang, Kamille römisch, Jasmin, Geranie, Fenchel, Melisse, Lorbeer Zimt, Zeder, Weihrauch, Patchouli, Ingwer, Vetiver, Vanille, Sandelholz
 
Wie gelangen ätherische Öle in den Körper?

 

Die bedeutsamsten Wege, wie ätherische Öle in den Körper gelangen, sind über die Nase und die Haut. Ätherische Öle sind fettlöslich und werden daher über die Haut und Schleimhaut ideal aufgenommen und entfalten so ihre Wirkung im Körper. Schon wenige Minuten nach einer Massage oder Einreibung mittels Trägeröl sind die Ölbestandteile im Blut nachweisbar. Und in der Ausatemluft nach 1-2 Stunden.  

 

Da sie fettlöslich sind, gelangen sie auf drei Wegen in den Körper:

 

  1. Mittels Diffusion gelangen sie entlang der Ausgänge der Talg- und Schweißdrüsen ins Körperinnere.
  2. Entlang der fettähnlichen Zellmembranen und über die kleinsten Blutkapillaren kommen die Öle bis in das Körper- bzw. Zellinnere.
  3. Durch die fettliebenden Eigenschaften ätherischer Öle ist eine Interaktion zwischen den Zellmembranen möglich.

 

Wie schnell ätherische Öle in den Körper eindringen können, hängt natürlich auch davon ab, wie Deine Haut beschaffen ist. Ist sie sehr trocken (bei einer Ama-Störung z.B.), braucht es unbedingt ein gutes, fetthaltiges Trägeröl. Eine gut durchblutete Haut begünstigt natürlich die Aufnahme eines Öles. Äußerlich angewendet wirken die Öle zuerst auf Deiner Haut und gelangen danach in Dein Lymphsystem, Blutkreislauf und ins vegetative Nervensystem. Dort wirken sie auch innerlich z.B. unterstützend bei Erkältungen (Thymian, Eukalyptus, Fichte) oder beruhigend bei Stress.

Einen sehr schnellen Wirkeintritt ätherischer Öle bewirkst Du durch das Einatmen, also dem Inhalieren und damit die Aufnahme über Schleimhäute in der Nase. Bei Infekten, Unruhe und Einschlafproblemen unterstützen die Wirkstoffe der Öle wunderbar. Und das ist sogar wissenschaftlich belegt.

 

Wie spielen Geruch und Gefühle zusammen?
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Unser Geruchssinn ist direkt mit unserem s.g. limbischen System verbunden. Das ist ein Teil des Gehirns, welches zuständig ist für Gefühle wie Angst oder Glück. Gerüche haben also die Kraft, direkt Einfluss auf unsere Emotionen zu nehmen. Dieses limbische System reagiert unmittelbar auf unsere Gedanken und sendet Informationen an den Hirnstamm, was wiederum körperliche Reaktionen, wie Atmung und Blutdruck, beeinflusst. Die Amygdala (=Mandelkern) ist ein Teil des limbischen Systems und verantwortlich für Erinnerungen, Gefühle, Emotionen, Kreativität, Lernen, Gedächtnis und Vitalität. Je nach Duft wird die Ausschüttung verschiedener Hormone angestoßen. Grapefruit z.B. löst ein Hormon aus, welches schmerzstillend und euphorisierend wirkt. Auch bei Rheuma kann Grapefruit (als Zusatz im Wasser) unterstützen.

Emotionen und Hormone spielen eng zusammen. Da ätherische Öle über das olfaktorische System (Riechen) und das beschriebene limbische System auf Emotionen wirken, ist der Zusammenhang zwischen ätherischen Ölen und Hormonen besser nachvollziehbar. Bekannt ist sicher vielen, dass Lavendel einen stressreduzierenden Effekt haben kann. Orange hat eine beruhigende Wirkung und Zitrusfrüchte (Mandarine, Bergamotte, Zitrone, Grapefruit, Orange) entspannen und fördern eine fröhliche und optimistische Stimmung.

 

Stimmungsaufhellend wirken:  zitronige Düfte (Mandarine, Lemongrass) sowie Rose, Thymian, Bergamotte, Lavendel, Kamille, Melisse, Rose, Rosenholz, Schafgarbe, Ylang-Ylang, Zeder, Muskat und Basilikum.

Beruhigend wirken: Thymian, Fichte, Rosmarin und Eukalyptus.

 

 

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